Freitag, 11. Januar 2008

Was wir auch hinter uns bringen müssen!!!

Was ist das?
  • es ist groß und grau
  • hat Gittern an den Fenster
  • vorm Eingang stehen Wachleute
  • man muss beim Verlassen seinen Ausweis herzeigen
  • zum verlassen braucht man eine Berechtigung
  • man schläft in einer Zelle mit 5 anderen "Häftlingen"
  • es wird Zigaretten, Drogen, und Menschenhandel betrieben
  • in jeden Bereich dieses Unternehmens besteht Korruption
  • viele machen in diesen Gemäuern ihre ersten sexuellen Erfahrungen
  • das Wachpersonal ist Alkoholabhängig
  • der Direktor hält sich für Gott
  • das Führungspersonal sieht in dieser Aufgabe wohl die Erfüllung des Seins
NEIN, es sind nicht die Strafanstalten in China.

ES IST DIE BERUFSSCHULE

35 Wochen muss ein junger, unschuldiger Mensch in diesen Umständen aushaaren bevor er sich in die Weiten der Gastronomie hinauswagen darf.

Wie schon im ersten Blog erwähnt bin ich in China stationiert. Mein Leben hier ist so in etwa vergleichbar wie ich es bis Dato beschrieben habe. Nur mit dem Unterschied dass ich in einen Land bin das für viele erst nach langen Daseins erklärbar und verständlich ist.
Um Ihnen die Zustände die in der Berufsschule herrschen näher zu bringen, möchte ich nun etwas aus diesen Land erzählen.



Stellen Sie sich vor:

Sie sitzen im Flugzeug. Haben einen Urlaub gebucht, vom Verkehrsbüro wurden Ihnen schöne Bilder, interessante Angebote und unendlich viele Möglichkeiten geboten.
Sie haben ein Bild, eine Idee vor Augen wie dieser Urlaub aussehen wird, was sie dort machen und was sie später noch vorhaben.

Sie landen: Am Boden steht ein Personal das sie verabschiedet, dieses Personal hat sich den ganzen langen Flug um Sie gekümmert. Sie sind gespannt was nun auf Sie zukommt. Vom Flugzeug bis zur Passkontrolle sieht alles aus wie immer. Es bestehen die Regeln wie gewohnt, man weiß sich zu verhalten.

Nun sind Sie an der Passkontrolle, es wird begutachtet ob Sie der sind der Sie zu seinen scheinen, es wird das Visum für die Berechtigung für dein Eintritt kontrolliert und dann dürfen Sie zwischen 4 Zeichen wählen (China versierte wissen wovon ich spreche )

How was your Passport check?
Please touch

:-)) :-) :-l :-(

So, nun zum Gepäck, mal hoffen das alles da ist.

Es ist so weit: WELCOME TO CHINA



kurzes China INTRO

  • Stadt BEIJING ca. 17 - 20 000 000 Einwohner.
  • Ein durchschnittlicher Chinese verdient im Monat um die 100 Euro
  • Der Reichtum in China ist immens, hier gibt es sehr sehr reiche Menschen, aber das sind nur sehr wenige.

Auf den ersten Blick scheint alles einigermaßen gewohnt zu sein, die Taxifahrer sind nett, es gibt alles was es bei uns auch gibt oder auch nicht gibt. Sehr viel Verkehr auf den Straßen, neue Autos, "normal bekleidete" Menschen usw.."

Auch im Hotel, SUPER EUROPÄISCH.

So, nun ist man verwirrt. Wo ist die Armut, der Chinese Style?

Es ist da, nur man sieht es nicht. Die Regierung und die Einwohner schau/t/en das man nicht all zu viel von deren tatsächlichen Leben sieht.

Als Tourist sieht man nicht das die Straßen nachts mit einer Spitzhacke aufgeschlagen wird, und neue Leitungen gelegt werden. Und das dies dann mit Eseln abtransportiert wird. Ein Beispiel.
Aber das ist eine andere Geschichte!!

Sie laufen umher, sehen vieles, sind erstaunt was China /Peking nicht alles zu bieten hat.

Je länger sie hier sind desto mehr erkennen Sie das nicht alles Gold ist was glänzt, und sie dürfen mir glauben, dieser Spruch kommt sicher aus China.

Die netten Menschen die Sie an der Passkontrolle, im Taxi, im Hotel, in den Touristenzentren vorgefunden haben gibt es nicht mehr. Je länger Sie hier sind desto mehr wird Ihnen dies bewusst das alles eigentlich nur eine Show ist, eine Zirkusshow

Die MAFIA

Sie befürchten in China mit der Mafia konfrontiert zu werden, Sie haben mit Ihnen schon zu tun gehabt. Erinnern Sie sich an den Moment als Sie in die Chinesische Botschaft gestapft sind und sich ein Visum besorgt haben!!!!!

Die Mafia ist in China das SEIN der Regierung, und in Europa wird dies im"kleineren" Rahmen umgesetzt.


in diesen Sätzen wollte ich eigentlich nur eines durchklingen lassen:


WELCOME TO THE: BERUFSSCHULE

Ein Ort im Nichts (Waldegg), vergleichbare Umstände wie schon erwähnt, beidgeschlechtlich pubertierende Jugendliche untereinander und ein strenges Regime.

Es kommt schon mal vor das man hier schwanger wird, das man vom Lehrpersonal angegrabscht, angemacht und verführt wird.
Das die Rettung 2 - 5 mal in 10 Wochen auftaucht um die Alkoholleichen abzutransportieren.
Das man von einen fliegenden Topf getroffen wird
und das der Direktor vergisst eigentlich in einer Schule zu sitzen und nicht dazu berufen wurde die ganze Welt zu leiten.

Des Lehrer größte Problem besteht darin, sich jeden Tag ein neues Opfer der Diskriminierung, seelischen Leiden, und Stimmbandbelastungsproben zu suchen und zu versuchen dies womöglich auf 2 Leute in einer Klasse in jeder Klasse zu konzentrieren um den fortlaufenden Zerfall des Selbstbewusstsein zu fördern, der Freude an der Arbeit, und der Freude am tatsächlichen Leben zu nehmen.
Für dieses Unterfangen werden diese Objekte aber strikt nach den Kriterien

  • schüchtern
  • leicht verwirrbar
  • geringes Selbstbewusstsein
  • Markel am äußeren Wesen
  • Lernschwäche
  • und womöglich Probleme im Freundeskreis oder Familie
ausgesucht.

Dieser Test wird auch des öfteren bis zum Ausscheiden des Objekts durchgeführt.

Die Schüler wissen meist sich mit Alkohol, Drogen und Sex damit abzulenken.


Die Lernstunde


Einmal am Tag muss sich ein Schüler dazu aufraffen eine Stunde des intensiven Lernen hinter sich zu bringen. Hierbei verwendet man die Stunde zwischen 18 und 19 Uhr oder 19 und 20 Uhr
Die Problematik besteht in diesen Versuch der kurzweiligen Erziehungsberechtigten zur fachlicher Wissensaufnahme darin, dass 6 Pubertierende sich schlecht auf ein Thema konzentrieren können wenn sie zusammengepfercht in einen Zimmer sitzen müssen und meist keine Ahnung haben was der Lehrer eigentlich im Unterricht erzählt hat.

Der Satz bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Lehrperson trifft hier nicht so ganz zu, da man bei der Suche nach diesen zur Zeit seltsamen Wesen nur in deren Traum-Gemächern auf Sie trifft und Ihnen entweder beim:

  • Fernsehen
  • Flirten mit jungen Schülerinnen
  • oder schlafen
zusehen darf.

Falls man sich dann doch dazu überredet zu Fragen, lautet die Antwort.

"Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker", also Frag jemand der sich auskennt!

Man ist dennoch stolz,

Ein Waldegger zu sein

















Montag, 31. Dezember 2007

Die Freizeit

Im Leben eines "Normalsterblichen"kommt es 2 mal in der Woche vor sich einen Tag herauszupicken und zu sagen: HEUTE MACHE ICH MAL NICHTS. Durchschnittlich sind das die Samstage und Sonntage.

Dies sieht aber bei uns Köchen eine Spur anders aus. Der Spruch: Heute mache ich mal nichts, können wir auf Stunden umlegen.

Das geht dann so: Liebe Kollegen ich muss schnell mal (rauchen, was zu trinken holen, aufs 00,
in den Kühlraum, ins Lager..... ) dann kommt es schon mal vor das man diesen lieben Koch für ein paar Stunden nicht mehr zu sehen bekommt. Dies hat im Normalbetrieb (also nicht Saisonbetrieb) zu heißen, ihr findet mich irgendwo schlafend. Auf Saison kann man eher davon ausgehen dass dieser junge Mensch wirklich raucht (aber keine Zigaretten) oder tiefe Gespräche mit dem Service personal führt (geschlafen wird während einer Saison nicht)

Aber es geschehen auch Wunder:

Kaum zu glauben, aber es ist auch mir schon des öfteren passiert dass man so ähnliche Vorzüge bekommt wie es auch die nicht Gastronomen als selbstverständlich betrachten. MAN HAT EINEN TAG FREI.

Wenn man vom Chef den Satz hört: DU HAST MORGEN FREI, erachtet das man als einen tiefst sarkastischen Scherz der dann mit Depression und höhnenden Gelächter der Kollegen endet.
Falls der liebe Boss es aber ernst meint, verfällt man in eine art Trance vor Glück und Irrealität. Ich denke dieses Gefühl wäre vergleichbar mit: wenn man gerade super tollen Sex hat und während des Aktes sich LSD oder Koks reinzieht. Der Unterschied ist nur, dass man beim Sex weniger transpiriert.
Nun muss man sich das mal vorstellen, wenn man irgendwann zu hören bekommt: ES GIBT URLAUB. Dieses Gefühl lässt sich kaum beschreiben, leider kommt das im Leben eines Koches auch nie vor.

Was macht aber nun ein Koch wenn er frei hat? Diese Frage lässt sich ganz leicht klären!!! SCHLAFEN. Man geht zu Bett und verfällt in eine art Koma, in diesen Zustand werden alle Ereignisse die sich während der letzten 10 Jahre ereignet haben verarbeitet.

WICHTIG: FALLS SIE EINEN KOCH IN IHRER FAMILIE (freunde sind irreal) HABEN, LASSEN SIE DIESEN MENSCHEN SCHLAFEN, FALLS SIE IHN AUFWECKEN, KÖNNTE DAS BLEIBENDE SCHÄDEN FÜR DIESEN KOCH ZUR FOLGE HABEN.

Sobald der Koch aus dieser Regenerierungsphase aufgewacht ist,wird er nicht viel unternehmen. Dies liegt aber nicht an der Faulheit, NEIN, nur an den finanziellen Mitteln. Würde sich der Koch entscheiden sich etwas zu kaufen oder fortzugehen würde es mit einen Desaster auf dem Bankkonto enden.

Sonntag, 30. Dezember 2007

Die Ausblidung im Lehrbetrieb

Den jungen Lehrling erwartet viel interessantes wenn er sich entschließt den steinigen Weg der Gastronomie zu betreten. Zuerst kann er sich entschließen was er zunächst erlernen möchte

1. Koch
2.KellnerInn oder wie man es nun nennt: Restaurantfachmann/frau
3. Koch & Restaurantfachmann/frau oder wie nun umbenannt Gastronomiefachmann/frau


Alleine diese Entscheidung fällt nicht jedem leicht. Woher soll man denn im vorhinein schon wissen ob man lieber von grantigen Küchenchefs oder von lästigen unfreundlichen und überheblichen Gästen angemacht und angeschrienen werden will. Deshalb so meiner Meinung nach hat man den ehemaligen Doppleberuf Koch /Kellner erfunden um einen diese Entscheidung in späteren Jahren zu erleichtern.

Die meisten jungen Auszubildenden entschließen sich für den Doppelberuf (den es aber jetzt auch nicht mehr gibt da sich die Regierung dazu entschieden hat die Ausbildung zu komprimieren und nur noch einen Beruf draus zu machen, ich schätze mal: Kostenersparnis: DANKE ÖSTERREICH)

Nach dieser Entscheidung geht es mal gleich los, ich beginne mit der Küche:

Zuerst bekommt man eine Einführung in den Betrieb, man wird vorgestellt und bei genauen hinsehen erkennt man schon den hinterhältigen Blick der älteren Lehrlinge, das sympathische Zähnefletschen des Küchenchefs und das scheinbar offensichtliche Mitleid des Servicepersonals.

Danach, Einteilung deiner Tätigkeiten.
Die ersten Arbeiten die den Lehrling aufgetragen werden beinhalten:

Kartoffel schälen
Gemüse schälen- schneiden

"Zustelldienst" oder auch Zuaroacher

PUTZEN

die Person für alles andere
Einwärmen

Diese Aufgaben werden die ersten 3 Jahre durchgeführt und zur Perfektion gebracht, es kann dadurch schon auch mal vorkommen dass eine leichte Demotivation, Depression und Desorientierung auftritt. Das wird aber sofort vom Küchenchef wahrgenommen entgegen gehandelt, wie:

ein Persönliches Gespräch im lauteren Monolog mit dem Küchenchefs
auftagen neuer gleichzeitiger Aufgaben wie putzen der Reinigungsmittelflaschen

Im Winter: Befreiung des Schnees im umliegenden Gebiet

Falls Garten vorhanden: Ernten des Obstes und Gemüse
.....................

Nach dieses Aufregenden Tätigkeiten wird im letzten Lehrjahr die volle Verantwortung über die Küche und den Speisen den jungen Köchen zugewiesen, dies wird vom Küchenchef vorausgesetzt da er/sie ja eh schon 3 oder 2 Jahre in diesen Betrieb arbeiten und wissen müssen wie man die glacierte Entenbrust im Orangenmantel zubereitet und das Fleisch besonders zart und perfekt Rosa brät. Falls dies den Jungen Auszubildenden nicht gelingen sollte macht der Lehrling eine neue Erfahrung mit dem Kochgeschirr. Man erkennt dass man die Kochutensilien nicht nur zum kochen sondern auch auch noch zu anderen Tätigkeiten verwenden kann. Es kann schon geschehen dass das Kochgeschirr von MEISTERSHAND durch die Luft geworfen wird, zu diesen Zeitpunkt erkennt der Lehrling nun wie schnell er laufen kann.

Dieses Ritual wird nun ein halbes Jahr vorangetrieben bis sich der Lehrling dazu entschließt dann zu kochen wenn der Big Boss nicht seine Adleraugen auf ihn wirft.

Der Junge "Baldkoch" hat aber mit fortschreitenden Lehrjahren immer mehr "Rechte", es wird im von Lehrjahr zu Lehrjahr mehr Macht über die jüngeren Lehrlinge zugeteilt die er aber dann meist wie unser bekannter Darf Vader gebraucht. Wie man sich vorstellen kann ensteht dadurch ein Teufelskreis (und das Wort wörtlich).






Freitag, 28. Dezember 2007

INTRO



Wenn man so im Flieger sitzt und nachdenkt was man eigentlich so treibt, fängt man schon ins grübeln an.

Zuhause : Familie, Freundin, Freunde, Bekannte, Sicherheit
China: Chinesen, hohes Risiko....... (das erstere ist das Schlimmere)

Es ist schon interessant wo es einen Menschen in seinen jungen Jahren hintreibt, Schottland, Irland, AUA, Kloster und jetzt CHINA. Das neue Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit einen hauch von Kommunismus. Jetzt stellt sich aber nur die Frage:

Was ist jetzt das Klügste von dieser Auswahl ?

Wenn man sich die Zustände im Tourismus (Gastro) zu Hause ansieht, und die Umstände die in meiner heimatlichen Politik bestehen, bin ich zum Entschluss gekommen:

Die einen machen es offensichtlich, die anderen durch die Teilnahmslosigkeit der Bürger!

Und nun zu meinen eigentlichen Blog Annonce:

Das Leben eines Koches sieht eher unspektakulär aus. Normalerweise steht man früh morgens auf, geht in die Arbeit. Wenn man noch Commis ist lässt man sich ein paar mal vom Küchenchef anpöbeln, die restliche Zeit beschäftigt man sich mit innerlichen Beschwerden, Depressionen und fantasievolle Umgangsweisen mit dem Fleischmesser... Das ca. 12 - 16 Stunden am Tag, dann geht man schlafen, träumt vom Küchenstress und nächsten Tag von vorne.

Normalerweise strebt ein Koch nach mehr: MEHR ERFAHRUNG, MEHR GELD; BESSERE POSITION; UND MEHRERE UNTERTANEN; Leider gelingt das nur den wenigsten, und denen es gelingt weisen danach meist psychische Schwächen auf, wie: INSTABILE PSYCHE, PLÖTZLICHE SCHREIKRÄMPFE UND WUTAUSBRÜCHE; ALKOHOLISMUS; UNFÄHIGKEIT DER INSTANDHALTUNG EINER INTAKTEN BEZIEHUNG; DAS SEHEN DES EIGENEN ZUHAUSE IN EINER KÜCHE, UND DAS HÖREN VON NICHT EXISTENTEN STIMMEN und das sind nur die Kleinigkeiten die ein Koch durchmachen muss bevor er über €1500.- verdient, und dann durchmacht nachdem er die €1500.- Schwelle übersteigt.

Die zweite Alternative ist, die sch.... Gastro hinter sich zu lassen und in einen Pflegeberuf zu wechseln,

und die Dritte wäre dann so wie ich NACH CHINA ZU GEHEN.

MEIN TIPP: SEI NETT UND KÜMMERE DICH UM ALTE MENSCHEN....

Ich denke vorerst ist das mal genug aus der Sicht eines armen Koches :-(.

Beim nächsten mal werde ich die Absorbierungsversuche der überflüssigen Wut und deren Auswirkungen erklären.... (diese aber bitte nicht nach und auch nicht mit der Absicht auf ein Essen lesen)