Im Leben eines "Normalsterblichen"kommt es 2 mal in der Woche vor sich einen Tag herauszupicken und zu sagen: HEUTE MACHE ICH MAL NICHTS. Durchschnittlich sind das die Samstage und Sonntage.
Dies sieht aber bei uns Köchen eine Spur anders aus. Der Spruch: Heute mache ich mal nichts, können wir auf Stunden umlegen.
Das geht dann so: Liebe Kollegen ich muss schnell mal (rauchen, was zu trinken holen, aufs 00,
in den Kühlraum, ins Lager..... ) dann kommt es schon mal vor das man diesen lieben Koch für ein paar Stunden nicht mehr zu sehen bekommt. Dies hat im Normalbetrieb (also nicht Saisonbetrieb) zu heißen, ihr findet mich irgendwo schlafend. Auf Saison kann man eher davon ausgehen dass dieser junge Mensch wirklich raucht (aber keine Zigaretten) oder tiefe Gespräche mit dem Service personal führt (geschlafen wird während einer Saison nicht)
Aber es geschehen auch Wunder:
Kaum zu glauben, aber es ist auch mir schon des öfteren passiert dass man so ähnliche Vorzüge bekommt wie es auch die nicht Gastronomen als selbstverständlich betrachten. MAN HAT EINEN TAG FREI.
Wenn man vom Chef den Satz hört: DU HAST MORGEN FREI, erachtet das man als einen tiefst sarkastischen Scherz der dann mit Depression und höhnenden Gelächter der Kollegen endet.
Falls der liebe Boss es aber ernst meint, verfällt man in eine art Trance vor Glück und Irrealität. Ich denke dieses Gefühl wäre vergleichbar mit: wenn man gerade super tollen Sex hat und während des Aktes sich LSD oder Koks reinzieht. Der Unterschied ist nur, dass man beim Sex weniger transpiriert.
Nun muss man sich das mal vorstellen, wenn man irgendwann zu hören bekommt: ES GIBT URLAUB. Dieses Gefühl lässt sich kaum beschreiben, leider kommt das im Leben eines Koches auch nie vor.
Was macht aber nun ein Koch wenn er frei hat? Diese Frage lässt sich ganz leicht klären!!! SCHLAFEN. Man geht zu Bett und verfällt in eine art Koma, in diesen Zustand werden alle Ereignisse die sich während der letzten 10 Jahre ereignet haben verarbeitet.
WICHTIG: FALLS SIE EINEN KOCH IN IHRER FAMILIE (freunde sind irreal) HABEN, LASSEN SIE DIESEN MENSCHEN SCHLAFEN, FALLS SIE IHN AUFWECKEN, KÖNNTE DAS BLEIBENDE SCHÄDEN FÜR DIESEN KOCH ZUR FOLGE HABEN.
Sobald der Koch aus dieser Regenerierungsphase aufgewacht ist,wird er nicht viel unternehmen. Dies liegt aber nicht an der Faulheit, NEIN, nur an den finanziellen Mitteln. Würde sich der Koch entscheiden sich etwas zu kaufen oder fortzugehen würde es mit einen Desaster auf dem Bankkonto enden.
Montag, 31. Dezember 2007
Sonntag, 30. Dezember 2007
Die Ausblidung im Lehrbetrieb
Den jungen Lehrling erwartet viel interessantes wenn er sich entschließt den steinigen Weg der Gastronomie zu betreten. Zuerst kann er sich entschließen was er zunächst erlernen möchte
1. Koch
2.KellnerInn oder wie man es nun nennt: Restaurantfachmann/frau
3. Koch & Restaurantfachmann/frau oder wie nun umbenannt Gastronomiefachmann/frau
Alleine diese Entscheidung fällt nicht jedem leicht. Woher soll man denn im vorhinein schon wissen ob man lieber von grantigen Küchenchefs oder von lästigen unfreundlichen und überheblichen Gästen angemacht und angeschrienen werden will. Deshalb so meiner Meinung nach hat man den ehemaligen Doppleberuf Koch /Kellner erfunden um einen diese Entscheidung in späteren Jahren zu erleichtern.
Die meisten jungen Auszubildenden entschließen sich für den Doppelberuf (den es aber jetzt auch nicht mehr gibt da sich die Regierung dazu entschieden hat die Ausbildung zu komprimieren und nur noch einen Beruf draus zu machen, ich schätze mal: Kostenersparnis: DANKE ÖSTERREICH)
Nach dieser Entscheidung geht es mal gleich los, ich beginne mit der Küche:
Zuerst bekommt man eine Einführung in den Betrieb, man wird vorgestellt und bei genauen hinsehen erkennt man schon den hinterhältigen Blick der älteren Lehrlinge, das sympathische Zähnefletschen des Küchenchefs und das scheinbar offensichtliche Mitleid des Servicepersonals.
Danach, Einteilung deiner Tätigkeiten.
Die ersten Arbeiten die den Lehrling aufgetragen werden beinhalten:
Kartoffel schälen
Gemüse schälen- schneiden
"Zustelldienst" oder auch Zuaroacher
PUTZEN
die Person für alles andere
Einwärmen
Diese Aufgaben werden die ersten 3 Jahre durchgeführt und zur Perfektion gebracht, es kann dadurch schon auch mal vorkommen dass eine leichte Demotivation, Depression und Desorientierung auftritt. Das wird aber sofort vom Küchenchef wahrgenommen entgegen gehandelt, wie:
ein Persönliches Gespräch im lauteren Monolog mit dem Küchenchefs
auftagen neuer gleichzeitiger Aufgaben wie putzen der Reinigungsmittelflaschen
Im Winter: Befreiung des Schnees im umliegenden Gebiet
Falls Garten vorhanden: Ernten des Obstes und Gemüse
.....................
Nach dieses Aufregenden Tätigkeiten wird im letzten Lehrjahr die volle Verantwortung über die Küche und den Speisen den jungen Köchen zugewiesen, dies wird vom Küchenchef vorausgesetzt da er/sie ja eh schon 3 oder 2 Jahre in diesen Betrieb arbeiten und wissen müssen wie man die glacierte Entenbrust im Orangenmantel zubereitet und das Fleisch besonders zart und perfekt Rosa brät. Falls dies den Jungen Auszubildenden nicht gelingen sollte macht der Lehrling eine neue Erfahrung mit dem Kochgeschirr. Man erkennt dass man die Kochutensilien nicht nur zum kochen sondern auch auch noch zu anderen Tätigkeiten verwenden kann. Es kann schon geschehen dass das Kochgeschirr von MEISTERSHAND durch die Luft geworfen wird, zu diesen Zeitpunkt erkennt der Lehrling nun wie schnell er laufen kann.
Dieses Ritual wird nun ein halbes Jahr vorangetrieben bis sich der Lehrling dazu entschließt dann zu kochen wenn der Big Boss nicht seine Adleraugen auf ihn wirft.
Der Junge "Baldkoch" hat aber mit fortschreitenden Lehrjahren immer mehr "Rechte", es wird im von Lehrjahr zu Lehrjahr mehr Macht über die jüngeren Lehrlinge zugeteilt die er aber dann meist wie unser bekannter Darf Vader gebraucht. Wie man sich vorstellen kann ensteht dadurch ein Teufelskreis (und das Wort wörtlich).
1. Koch
2.KellnerInn oder wie man es nun nennt: Restaurantfachmann/frau
3. Koch & Restaurantfachmann/frau oder wie nun umbenannt Gastronomiefachmann/frau
Alleine diese Entscheidung fällt nicht jedem leicht. Woher soll man denn im vorhinein schon wissen ob man lieber von grantigen Küchenchefs oder von lästigen unfreundlichen und überheblichen Gästen angemacht und angeschrienen werden will. Deshalb so meiner Meinung nach hat man den ehemaligen Doppleberuf Koch /Kellner erfunden um einen diese Entscheidung in späteren Jahren zu erleichtern.
Die meisten jungen Auszubildenden entschließen sich für den Doppelberuf (den es aber jetzt auch nicht mehr gibt da sich die Regierung dazu entschieden hat die Ausbildung zu komprimieren und nur noch einen Beruf draus zu machen, ich schätze mal: Kostenersparnis: DANKE ÖSTERREICH)
Nach dieser Entscheidung geht es mal gleich los, ich beginne mit der Küche:
Zuerst bekommt man eine Einführung in den Betrieb, man wird vorgestellt und bei genauen hinsehen erkennt man schon den hinterhältigen Blick der älteren Lehrlinge, das sympathische Zähnefletschen des Küchenchefs und das scheinbar offensichtliche Mitleid des Servicepersonals.
Danach, Einteilung deiner Tätigkeiten.
Die ersten Arbeiten die den Lehrling aufgetragen werden beinhalten:
Kartoffel schälen
Gemüse schälen- schneiden
"Zustelldienst" oder auch Zuaroacher
PUTZEN
die Person für alles andere
Einwärmen
Diese Aufgaben werden die ersten 3 Jahre durchgeführt und zur Perfektion gebracht, es kann dadurch schon auch mal vorkommen dass eine leichte Demotivation, Depression und Desorientierung auftritt. Das wird aber sofort vom Küchenchef wahrgenommen entgegen gehandelt, wie:
ein Persönliches Gespräch im lauteren Monolog mit dem Küchenchefs
auftagen neuer gleichzeitiger Aufgaben wie putzen der Reinigungsmittelflaschen
Im Winter: Befreiung des Schnees im umliegenden Gebiet
Falls Garten vorhanden: Ernten des Obstes und Gemüse
.....................
Nach dieses Aufregenden Tätigkeiten wird im letzten Lehrjahr die volle Verantwortung über die Küche und den Speisen den jungen Köchen zugewiesen, dies wird vom Küchenchef vorausgesetzt da er/sie ja eh schon 3 oder 2 Jahre in diesen Betrieb arbeiten und wissen müssen wie man die glacierte Entenbrust im Orangenmantel zubereitet und das Fleisch besonders zart und perfekt Rosa brät. Falls dies den Jungen Auszubildenden nicht gelingen sollte macht der Lehrling eine neue Erfahrung mit dem Kochgeschirr. Man erkennt dass man die Kochutensilien nicht nur zum kochen sondern auch auch noch zu anderen Tätigkeiten verwenden kann. Es kann schon geschehen dass das Kochgeschirr von MEISTERSHAND durch die Luft geworfen wird, zu diesen Zeitpunkt erkennt der Lehrling nun wie schnell er laufen kann.
Dieses Ritual wird nun ein halbes Jahr vorangetrieben bis sich der Lehrling dazu entschließt dann zu kochen wenn der Big Boss nicht seine Adleraugen auf ihn wirft.
Der Junge "Baldkoch" hat aber mit fortschreitenden Lehrjahren immer mehr "Rechte", es wird im von Lehrjahr zu Lehrjahr mehr Macht über die jüngeren Lehrlinge zugeteilt die er aber dann meist wie unser bekannter Darf Vader gebraucht. Wie man sich vorstellen kann ensteht dadurch ein Teufelskreis (und das Wort wörtlich).
Freitag, 28. Dezember 2007
INTRO
Wenn man so im Flieger sitzt und nachdenkt was man eigentlich so treibt, fängt man schon ins grübeln an.
Zuhause : Familie, Freundin, Freunde, Bekannte, Sicherheit
China: Chinesen, hohes Risiko....... (das erstere ist das Schlimmere)
Es ist schon interessant wo es einen Menschen in seinen jungen Jahren hintreibt, Schottland, Irland, AUA, Kloster und jetzt CHINA. Das neue Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit einen hauch von Kommunismus. Jetzt stellt sich aber nur die Frage:
Was ist jetzt das Klügste von dieser Auswahl ?
Wenn man sich die Zustände im Tourismus (Gastro) zu Hause ansieht, und die Umstände die in meiner heimatlichen Politik bestehen, bin ich zum Entschluss gekommen:
Die einen machen es offensichtlich, die anderen durch die Teilnahmslosigkeit der Bürger!
Und nun zu meinen eigentlichen Blog Annonce:
Das Leben eines Koches sieht eher unspektakulär aus. Normalerweise steht man früh morgens auf, geht in die Arbeit. Wenn man noch Commis ist lässt man sich ein paar mal vom Küchenchef anpöbeln, die restliche Zeit beschäftigt man sich mit innerlichen Beschwerden, Depressionen und fantasievolle Umgangsweisen mit dem Fleischmesser... Das ca. 12 - 16 Stunden am Tag, dann geht man schlafen, träumt vom Küchenstress und nächsten Tag von vorne.
Normalerweise strebt ein Koch nach mehr: MEHR ERFAHRUNG, MEHR GELD; BESSERE POSITION; UND MEHRERE UNTERTANEN; Leider gelingt das nur den wenigsten, und denen es gelingt weisen danach meist psychische Schwächen auf, wie: INSTABILE PSYCHE, PLÖTZLICHE SCHREIKRÄMPFE UND WUTAUSBRÜCHE; ALKOHOLISMUS; UNFÄHIGKEIT DER INSTANDHALTUNG EINER INTAKTEN BEZIEHUNG; DAS SEHEN DES EIGENEN ZUHAUSE IN EINER KÜCHE, UND DAS HÖREN VON NICHT EXISTENTEN STIMMEN und das sind nur die Kleinigkeiten die ein Koch durchmachen muss bevor er über €1500.- verdient, und dann durchmacht nachdem er die €1500.- Schwelle übersteigt.
Die zweite Alternative ist, die sch.... Gastro hinter sich zu lassen und in einen Pflegeberuf zu wechseln,
und die Dritte wäre dann so wie ich NACH CHINA ZU GEHEN.
MEIN TIPP: SEI NETT UND KÜMMERE DICH UM ALTE MENSCHEN....
Ich denke vorerst ist das mal genug aus der Sicht eines armen Koches :-(.
Beim nächsten mal werde ich die Absorbierungsversuche der überflüssigen Wut und deren Auswirkungen erklären.... (diese aber bitte nicht nach und auch nicht mit der Absicht auf ein Essen lesen)
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